Buildling Matters. Material, Methoden, Möglichkeiten.
In seinem Buch Elementare Architektur - Architectonics legt RAIMUND ABRAHAM eine traditionelle Sicht auf Architektur und das ihr zugrundeliegenden Element, das Material, dar: »Die Architektur fügt sich seit ältester Zeit in die Ordnung logischer Formen, die im Wesen eines jeden Stoffes ruht. Das heißt, jedes Material kann nur in den Grenzen seiner organischen und technischen Möglichkeiten Verwendung finden.«
Die fulminante Entwicklung moderner Technologien eröffnet heute nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Das gilt sowohl für den Prozess architektonischen Schaffens selbst, als auch für die verwendeten Materialien. Diese sind als Schnittstelle zur Wirklichkeit in ihren Eigenschaften und Potenzialen nahezu beliebig manipulierbar geworden. Die Grenzen der organischen und technischen Möglichkeiten eines Baustoffes verschieben sich mit rasanter Geschwindigkeit und ermöglichen so die Umsetzung und Materialisierung radikaler Konzepte, welche, einst undenkbar, zunehmend die Gestalt zeitgenössischer Architektur prägen. Gleichzeitig ist eine dieser Tendenz entgegengesetzte Ru?ckbesinnung auf traditionelles Handwerk, in der Realisierung wie auch im Entwurf, zu beobachten. Wodurch ist die Architektur noch konzeptionellen und konstruktiven Limits ausgesetzt und (wie) manifestiert sich der aktuelle Zeitgeist in ihrer Materialisierung? Wie verhält sich die eifrig voranschreitende Materialerfoschung zu langfristiger Materialerfahrung? Kann der architektonische Entwurf heutzutage weiterhin als ein Wechselspiel zwischen Handwerk, Material und Kontext verstanden werden, wie es einst Gottfried Semper beschrieb? Welchen Einfluss haben neuartige Entwurfswerkzeuge und Baumaterialien auf Projekte und damit auch auf das uns Umgebende?
In der vierten Ausgabe von HORIZONTE – Zeitschrift für Architekturdiskurs fragen wir nach Grenzen und Möglichkeiten der Architekturproduktion, um mit diesem Ansatz einen Beitrag zur Betrachtung materieller und konstruktiver Methoden unserer Zeit zu liefern. Ob in essayistischer Form, projektbezogen oder aus der Forschung – HORIZONTE sucht nach Betrachtungen, die in Relevanz zu den gestellten Fragen stehen, selbige kontrovers diskutieren und kritisch hinterfragen.
Einreichungsrichtlinien:
- Eingereicht werden können Essays, Projekte, Fotoserien,
Interviews u.v.m.
- Die Redaktion bittet für alle Einreichung um ein kurzes Exposee (max. 200 Worte). Weiter ausgearbeitetes Material, kann jedoch gerne bereits mitgeschickt werden.
- Essays umfassen in der Regel etwa 1000-4000 Worte, die Erläuterungen zu Projekten, Fotoserien etc. Zeichnungen, Bilder etwa 500 Worte.
- Textdateien im .odt, sonst .doc-Format. Zeichnungen als .pdf, Bilder als .tiff.
- Texte unformatiert in Times New Roman oder Arial. Keine Verwendung von Fußnoten-Funktionen. Anmerkungen bitte, mit der entsprechenden Nummer versehen, am Ende anfügen.
- Zitation im Chicago Style. (siehe www.chicagomanualofstyle.org)
- Die Redaktion bittet jeden Autor um eine kurze Selbstbeschreibung. (max. 50 Worte)
- Beitrage sollten bisher nicht veröffentlicht worden sein.
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Alle Einreichungen bis zum 8. Juli 2011 an horizonte@archit.uni-weimar.de.
Building Matters. Material, Methods, Possibilities.
In Elementare Architektur - Architectonics, RAIMUND ABRAHAM presents a traditional point of view towards Architecture and its constituting element, the material matter: »From earliest times architecture has complied with that order of logical forms which is contained in the nature of each material. That is to say each material can only be used within the limits imposed by its organic and technical possibilities.«
The furious development of presentday technologies enables nearly unlimited new possibilities, both in terms of the process of architectural production as well as the applied materials, which have become susceptible to manipulation of its inherent properties and capabilities in virtually any amount. The organic and technical constraints of building materials are shi? ing rapidly and thereby enable the realisation and materialisation of radical concepts, which formerly unimaginable – increasingly inform contemporary architecture. In opposition to this tendency, a return to traditional artisanry, both in design and execution is observable. By what means is this type of architecture still bound to conceptual and constructive constraints and (how) does the zeitgeist materialise in it? What is the attitude of the eager presentday materials research towards longrange material experience? Is the contemporary architectural design still an interplay of artisanry, material and context, as Gottfried Semper once stated? What impact do new design methods and building materials have on projects, and thereby, on our surroundings?
The fourth edition of HORIZONTE – Journal for Architectural Discourse challenges the constraints and possibilities of architectural production, in order to reflect on the materialand constructive methodologies of the present day. Again, whether professional or amateur, essay-, project- or scientifi?c based, HORIZONTE seeks for relevant and critical observations from various? fields and professions.
Submission Guidelines:
- Proposals may be submitted as essays, projects, photographies etc.
- Contributors are kindly asked to send a 200-word abstract. Nonetheless further developed material
can be sent along, too.
- Essays shall not exceed a maximum of 4000, a project, photographic essay etc. description not 500 words.
- Text files in .odt- or .doc-format. Drawings as .pdf, images as .ti?ff-files.
- Texts should be unformatted in either Times New Roman or Arial. No use of automatic footnote-functions. Please attach numbered annotations at the end of the text.
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