ALLGEMEIN

AUSRUF DER BILDUNGSREPUBLIK

Am 4. Dezember 2009 wird in Weimar die Bildungsrepublik ausgerufen. Lernende, Lehrende und alle, die zukünftig über Bildung mitbestimmen wollen, sind eingeladen daran teilzunehmen.

An vielen Schulen und Hochschulen wurden in den vergangenen Wochen Forderungskataloge erstellt und Gespräche mit Hochschulleitungen und Ministerien geführt. Mit dem Münchner »International Plenum for Better Education« am Wochenende hat die Protestbewegung eine neue Etappe erreicht. Die Bildungsdebatte geht längst über die Studiensituation vor Ort hinaus, sie hat nunmehr eine gesamtgesellschaftliche Dimension erreicht.

Die Bildungsrepublik knüpft an diesen Dialog an. Sie ist netzwerkartig organisiert, sie hat keine geographischen oder sozialen Grenzen. Sie vernetzt verschiedene Akteure, wird die überall angekündigten Überprüfungen der Bologna-Reformen kritisch begleiten und Raum für grundsätzliche Überlegungen zum Stellenwert von Bildung in der Gesellschaft bieten. Nach der Ausrufung der Bildungsrepublik arbeiten Hochschulen, Schulen und andere Bildungsträger, die sich bisher am Bildungsstreik beteiligt haben, an einer Bildungsverfassung. Die Bildungsverfassung ist ein offener Prozess und soll das festhalten, was viele in vielen Hörsälen und anderswo an der gegenwärtigen Bildungsdebatte vermissen.

Die Ausrufung der Bildungsrepublik ist symbolischer Ausgangspunkt für eine engere Zusammenarbeit: Es fließen die Wünsche, Interessen und Forderungen der weltweiten Protestbewegung durch Videobeiträge und Live-Streaming in besetzte Hörsäle zusammen.

PROGRAMM

13 Uhr M18, Haus der Studierenden, Sitzungsraum
Erstes Treffen zur Koordination der anwesenden Hochschulen.
16 Uhr Bildungsparade
Start Marienstraße / Hauptgebäude
17 Uhr Festakt am Platz der Demokratie
Ausrufung der Bildungsrepublik
20 Uhr Audimax / Steubenstraße 6
Offenes Plenum »Kommunikationsstrategien, Medienpräsenz und Vernetzung«
24 Uhr Party