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Bericht: Fridays for Future – Vernetzungstreffen der Studierenden vom 8./9 Juni 2019 || Report: Fridays for Future networking meeting of students 8th/9th of June 2019

[English version below]

„Wir sind laut und wir werden so lange nicht leise, bis sich wirklich essenziell etwas ändert und wir diese Klimakrise hoffentlich abgewendet haben.“

FFF Gruppenbild

Ich, Knut Rothe, war als Delegierter beim ersten bundesweiten Vernetzungstreffen der Studierenden von „Fridays for Future“.
Mit circa 80 Personen aus über 35 Städten kamen alle Bundesländer (außer Mecklenburg-Vorpommern) zusammen, um herauszufinden, wie wir die kleinen Kämpfe in unseren Städten gegenseitig unterstützen können und die „Fridays for Future“ Bewegung, die von Schüler*innen angestoßen wurde, weiter zu tragen.

„Wir waren 1300 Studis bei unserer Vollversammlung und es war für uns alle ein richtig cooles Gefühl, dass so viele Leute gekommen sind, um über Klimagerechtigkeit zu diskutieren und zu gucken, was die nächsten Schritte sind.“

- Lea 23, studiert Sonderpädagogik an der Uni Leipzig.

Auf der „legendären“ Vollversammlung an der Universität Leipzig haben über 1300 Studierende Forderungen an ihre Universität und die Stadt Leipzig diskutiert und beschlossen. Forderungen waren unter anderem:
„Kostenfreie[s] Bildungsangebo[t] an der Universität zu Klimakrise & Lösungsmöglichkeiten für Studierende sowie Nicht-Studierende“ und „Wir […] fordern die Stadt Leipzig auf, den Klimanotstand für die Stadt Leipzig auszurufen“
„Students for Future Leipzig“ hat auch einen Leitfaden geschrieben und einen Workshop dazu gegeben. [Link zum Dokument folgt]

Auch an vielen anderen Standorten fanden Vollversammlungen statt oder werden gerade welche geplant. Dazu habe ich Interviews mit Lea von der Universität-Leipzig (1300 Studi-Vollversammlung) und mit Paula und Leon von der Humboldt-Universität Berlin (1500 Personen Vollversammlung) geführt. [Links folgen]

„Wir brauchen eine gemeinsame Kraftanstrengung der gesamten Gesellschaft. In Gewerkschaften organisieren sich Millionen Beschäftigte in Deutschland.“, heißt es im offenen Brief von „Fridays for Future“ an die Gewerkschaften. Beschäftigte machen den Großteil unserer Gesellschaft aus und wenn sie streiken, ist der Druck viel höher, als bei Studierenden oder Schüler*innen, deshalb versuchen wir die Gewerkschaften mit ins Boot zu holen.
Jane McAlevey, eine berühmte Gewerkschafterin und Autorin aus den USA, kam noch spontan für ein Vortrag mit Q&A vorbei. Ein Beispiel, das sie brachte, war der Lehrerstreik Januar 2019 in Los Angeles, welcher mit einer Streikrate von 100 Prozent neben besseren Arbeitsbedingungen auch eine Begrünung der Schulhöfe erreichte.

Wie geht es jetzt weiter?

In Weimar ist nicht jeden Freitag ein Klimastreik, deshalb rufe ich Euch auf, am 14. Juni zur nächsten “Fridays for Future“ Demonstration um 12 Uhr am Goetheplatz auf die Straße zu gehen!
Auf den ersten Treffen der Studierenden der „Fridays for Future“ Bewegung, war der wichtigste Teil der Austausch zwischen den Städten. Überall gibt es eine steigende Anzahl an Studierenden, die sich den Demonstrationen anschließen. Je nach Universität gibt es eine eigene Uni-Gruppe oder die Studierenden schließen sich, wie in Weimar, einfach den Schüler*innengruppen an.
Trotzdem gibt es noch viele unbeantwortete Fragen, wie zum Beispiel die Rolle der Studierenden in „Fridays for Future“ oder der allgemeine Informationsfluss innerhalb der Bewegung.
Das Treffen war erst der Anfang. Wahrscheinlich wird es weitere Vernetzungen der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung geben, denn:

„Wir sind laut und wir werden so lange nicht leiser, bis sich wirklich essenziell etwas ändert und wir diese Klimakrise hoffentlich abgewendet haben.“

Knut ist gut

 
 
 
 
 
 
 
 

~ Knut Rothe, Weimar der 12. Juni


"We are loud and we won't be quiet until something really essential changes and we have hopefully averted this climate crisis."

FFF Group Picture

I, Knut Rothe, was a delegate for the first nationwide networking meeting of "Fridays for Future” students.
About 80 people from over 35 cities from all federal states (except for Mecklenburg-Vorpommern) came together to think about how we can support eachother in our small fights in our cities and how to carry on the "Fridays for Future" movement that was started by pupils.

"We were 1300 students at our assembly and it was a really cool feeling for all of us that so many people came to discuss climate justice and to see what the next steps are.."

- Lea 23, studies special education at the University of Leipzig.

At the "legendary" plenary assembly at the University of Leipzig, more than 1300 students discussed and formulized their demands to their university and the city of Leipzig. Among these demands are:
"Free education at the university on climate crisis and possible solutions for students and non-students" and "We [...] demand the city of Leipzig to declare a climate emergency for the city of Leipzig."
"Students for Future Leipzig" has also written a guideline and given a workshop. [Link to the document will follow]

Plenary assemblies were also held at many other locations or are currently being planned. Relating to this, I conducted an interview with Lea from the University of Leipzig (1300 students at the assembly) and with Paula und Leon of the Humboldt-University Berlin (1500 people at the assembly). [Links will follow]

"We need a joint effort from the whole of society. Millions of workers in Germany are organised in trade unions." This is what the open letter to the trade unions from "Fridays for Future" says. Employees make up the majority of our society and if they go on strike, the pressure is much higher than with students or pupils, so we try to get the unions on board.
Jane McAlevey, a famous unionist and author from the USA came over spontaneously for a lecture with Q&A. One of her examples was the teachers' strike in January 2019 in L.A. which, with a strike rate of 100 percent, not only improved working conditions but also greened schoolyards.

What will happen next?

In Weimar, not every Friday a climate strike is happening, so I call you to go to the next "Fridays for Future" demonstration on June 14th at 12am at Goetheplatz!
At the first meetings of the students of the "Fridays for Future" movement, the most important part was the exchange between the cities.
Everywhere, there is an increasing number of students who are joining the demonstrations. Depending on the university, there are a separate university groups or the students simply join the pupils' groups, as in Weimar.
Nevertheless, there are still many unanswered questions, such as the role of the students in "Fridays for Future" and the general flow of information within the movement.
This meeting was only the beginning, probably further networking of the Worldwide "Fridays for Future" movement will happen, because:

"We are loud and we won't be quiet until something really essential changes and we have hopefully averted this climate crisis."

Knut is good

 
 
 
 
 
 
 
 

~ Knut Rothe, Weimar the 12th of June

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